Titel: "hotel" von Wolfgang Silveri
Ohne Explizites zu zeigen, fängt Wolfgang Silveri in seinen Fotografien eine sinnliche Atmosphäre ein, die dem Betrachter Raum für eigene Fantasien lässt. Der Fotograf möchte sich bei seinen Arbeiten nicht in Schubladen pressen oder von kurzlebigen Trends in der Bildsprache beeinflussen lassen. "Das wichtigste ist mir, die Atmosphäre des Moments einzufangen, so wie ich sie wahrnehme", sagt Silveri.
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Erotische Fotografien von Wolfgang Silveri
Für Poser vor oder hinter der Kamera hat Wolfgang Silveri nur wenig übrig. Seine Aufgabe als Fotograf sieht er in der Rolle des Beobachters. Die Kamera ist für ihn Mittel, Distanz zu wahren und gleichzeitig Anteil zu nehmen. Selbst in einem von Geschäftigkeit erfüllten Hotel entdeckt der 38-Jährige Orte der Stille. In das schemenhafte Licht von Hotelzimmern drapiert er seine Modelle so unpersönlich wie die Räume selbst zu sein scheinen. Menschen und Umgebung verschmelzen zu einem Bild, das Rätsel aufgibt und Raum für eigene Fantasien lässt. "Das, was man nicht oder kaum sehen kann, übt eine viel größere Spannung auf mich aus, als direkte Klarheit. Als cineastisch geprägter Mensch stelle ich mir dabei einen Filmstreifen vor, der nur einen kleinen Ausschnitt zeigt. Es gibt noch eine Geschichte links und rechts des Bildes", sagt Silveri.
Im Alter von 11 Jahren hielt Silveri zum ersten Mal eine Kamera in den Händen. Während andere Jungs sich auf dem Bolzplatz ausprobierten, verkrümelte sich der junge Foto-Fan in ein eigens eingerichtetes Schwarzweiß-Labor im Keller. "Ich habe nur noch sehr wenig Tageslicht gesehen", erinnert sich der gebürtige Österreicher, der heute in Bayern lebt. Trotzdem vermied er es, seine Leidenschaft in das Korsett einer fotografischen Ausbildung zu stecken. Er studierte lieber Architektur und Bühnengestaltung. Das Fotografieren entwickelte sich im Lauf der Zeit neben dem Studium weiter.
Trotz der fast grenzenlosen Möglichkeiten der Digitalfotografie geht der Fotograf sparsam mit dieser Technik und ihren digitalen Gestaltungsmitteln wie Photoshop um. Sie dienen hauptsächlich bei der Korrektur von Farbe und Kontrast. Wichtiger als alle technischen Mittel ist ihm, stets mit "offenen Augen durchs Leben" zu gehen.
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