Titel: "Freeway Interchange, Toronto 2008"
Seit 2008 arbeitet Peter Andrew in den USA und Kanada an dem Projekt "Highway Interchanges". Sein Motto lautet: "Getting the shot no matter what"- zu Deutsch: "Das Foto machen, egal wie!"
Peter Andrew bei der Arbeit
Einer Studie von Geo Wissen (36/2005) zufolge, verbringt der Deutsche gut zweieinhalb Jahre seiner Lebenszeit im Auto, ein halbes Jahr davon steht er im Stau. Autobahnen sind für uns bestenfalls eine simple Möglichkeit so schnell wie möglich von A nach B zu kommen, eine gehörige Portion Ärger über Baustellen, Behinderungen und den Drängler von hinten kommt oft hinzu. Selten jedoch entdecken wir eine formvollendete Schönheit in dem Asphaltdschungel.
Mit seiner Serie "Highway Interchanges" wirft der kanadische Fotograf Peter Andrew einen ganz anderen Blick auf Straßen und Autobahnkreuze. Er nimmt die Verkehrsadern aus der Vogelperspektive aus einem Hubschrauber unter die Lupe. "Die Strukturen faszinieren mich, weil sie so überschaubar und gleichzeitig allgegenwärtig sind. Unaufhörlich fließt der Verkehr, vergleichbar mit den Arterien im menschlichen Herzkreislaufsystem", erklärt Peter Andrew. Die Auf-und Abfahrten werden zu grafischen Mustern und abstrakten Linien. Manche Kreuzungen erscheinen chaotisch, andere hingegen beeindrucken durch eine fast perfekte Symmetrie. Andrews Interesse gilt dem unterschiedlichen Aufbau der Knotenpunkte und der landschaftlichen Umgebung. Erst im Vergleich der einzelnen Fotos erkenne man die Vielfalt der Architektur, so Andrew.
Peter Andrew ist zunächst ein Autodidakt und verfeinerte dann sein Wissen mit einem Volontariat im West Side Studio in Toronto unter Chris Gordaneer. Er hat sich spezialisiert auf Landschafts-und Porträtfotografie.
Mehr zu dem Fotografen unter www.peterandrew.ca












