Leonard Nimoy „The Full Body Projekt“
Leonard Nimoy hätte als Mr. Spock in der TV-Serie "Raumschiff Enterprise" bei diesen Damen sicher mit den spitzen Ohren geschlackert, aber als Fotograf hat er die nackten Körper vollschlanker Frauen der „Fat Bottom Revue“, mit viel Sensibilität und einem Augenzwinkern ablichtet.
Von Mr. Spock zum gefeierten Fotografen
Leonard Nimoy hat gesungen, Theater gespielt, Regie geführt, Bücher geschrieben und moderiert. Aber berühmt und legendär wurde er im Fernsehen und Kino als Mr. Spock. Hatte Nimoy im Jahr 1977 seiner Autobiografie noch den Titel "Ich bin nicht Spock" gegeben, kapitulierte er 1995 vor den Fans und nannte seine zweite Autobiografie nun "Ich bin Spock". Der vornamenlose Vulkanier mit den spitzen Ohren, der stets auf logisches Denken ausgerichtet ist, blieb noch bis 2009 als alternder Spock seiner Rolle verhaftet.
Schon seit den 70er Jahren beschäftigt sich der 1931 in Boston geborene, heute in New York und Kalifornien lebende Nimoy mit seiner eigentlichen Leidenschaft: der Fotografie. In den USA feierte er mit zahlreichen Ausstellungen und Publikationen große Erfolge. In der Serie „The Full Body Project“ beschäftigt sich Leonard Nimoy mit dem Begriff der Schönheit und wie diese in unserer Gesellschaft definiert wird. Akteure seiner Schwarz–Weiß-Fotos sind die vollschlanken Burlesque-Tänzerinnen der „Fat Bottom Revue“. Ihre Posen ahmen bekannte Ikonen der Kunstgeschichte und der Modefotografie nach: von Duchamps "Akt, eine Treppe hinabsteigend" über Bilder Helmut Newtons bis hin zu dem berühmten Gruppenfoto nackter Supermodels von Herb Ritts. Nimoy konterkariert damit das schlanke Schönheitsideal und die kommerzielle Fashion-Fotografie.
Mehr Fotos unter: www.rmichelson.com












