Ohne Titel, 2010
In der Serie "Selfportrait" beschäftigt sich Jen Davis mit dem Thema Schönheit, Begehren und Identität. Über Jahre hinweg hat sie sich mit der Kamera beobachtet und ihr Leben dokumentiert. Die Selbstdarstellung basiert auf persönlichen und reellen Erfahrungen, vermischt mit Fantasien über Intimität, Liebe und Lust.
Aus der Serie "Selfportraits" von Jen Davis.
Zweifel, Unsicherheit, der immer wiederkehrende Blick in den Spiegel, Fragen und Isolation. Jen Davis wagt den schonungslosen Blick auf ihren Körper - selbst intime Momente spart sie nicht aus. In der Serie "Selfportraits" nutzt die 34-Jährige das Medium Fotografie, um ihre Geschichte und ihre Ängste zu erzählen. Interessanterweise erwähnt Jen Davis in der Beschreibung der Fotoserie kein einziges Mal das Wort "Übergewicht" oder "dick". Sie weist lediglich darauf hin, dass die heutige Gesellschaft Schönheit ausschließlich nach der äußeren Erscheinung definiert und diktiert.
In ihren Arbeiten beschäftigt sich die amerikanische Fotografin mit dem Zusammenhang zwischen Selbstwahrnehmung und der Art und Weise, wie man von Anderen betrachtet und beurteilt wird. "Ich lade den Zuschauer ein, an meinem Leben teilzuhaben; meine Verletzlichkeit zu spüren, die der lebenslange Kampf mit meinem Körper mit sich bringt".
Jen Davis wurde 1978 in Akron, Ohio geboren und lebt momentan in New York. Seit zehn Jahren arbeitet sie an der Serie "Selfportraits". Ihre Fotos wurden unter anderem im Museum of Fine Arts, Boston, in der Galerie Tanja Wagner in Berlin und im Milwaukee Art Museum ausgestellt. Außerdem wurde die Arbeiten in zahlreichen internationalen Magazinen gezeigt.
Mehr zu der Fotografin und weiter Fotos aus der Serie unter jendavisphoto.com und leemarksfineart.com












